„Lovely“: Theater in englischer Sprache

„Oh lovely“ – viele Komplimente versprühte „Lady Bigmouth“ an ihr junges Publikum. Von den Erst- und Zweitklässlern der Wickeder Grundschulen, die sie interaktiv in das Stück einbezog, war Schauspielerin Kate Coverly ganz entzückt. Buttler Baxtiff (Adam Beck) dagegen brachte sie so manches Mal auf der Bühne in Not, um die Wünsche seiner „Lady“ zu erfüllen.

Und die Querelen um das abenteuerlustige Meerschweinchen „Buckingham“ setzten der Vorführung weiterhin die humoristische Krone auf. Die Schüler waren mit Spaß und Spannung dabei, verfolgten aufmerksam die Dialoge und das Geschehen, beantworteten Fragen und zeigten sich rege in den Reihen, hüpften z.B. mit Buttler Baxtiff mit.

So verinnerlichten sie ganz nebenbei den lernpädagogischen Hintergrund der Theatergruppe. Und die Schüler konnten da in jeder Szene gut folgen – selbst die Erstklässler, die erst seit Februar Englisch-Unterricht erhalten. Unterstützt durch die Mimik und Gestik verstanden auch sie den Sinn, meldeten sich genauso wie die Zweitklässler auf Fragen und ließen sich interaktiv einbinden.

Das Stück „Buckingham“  des pädagogischen Tourneetheaters „White Horse Theater“ ist mit seinem einfachen Englisch speziell für sechs- bis siebenjährigen Schüler geschrieben. Auch wenn mal eine Vokabel fehlt: Durch  Schlüsselwörter verstehen die Kinder den Inhalt dennoch. Zur Festigung der Lernwörter wie Farben, Zahlen, Kleidung, Tiere usw. wurden diese im Laufe des Stückes stetig wiederholt. Beide Grundschulen hatten zudem  im Vorfeld die Lieder und das Vokabular geübt und Fragen zusammengestellt, die sie  nach dem Stück an die Schauspieler richten wollten – und dann nach dem donnernden Applaus auch wie selbstverständlich in Englisch an das Team stellten.

Die Dritt- und Viertklässler der Grundschulen sahen im Anschluss das Theaterstück „Dick Whittington“, ebenfalls verfasst von Peter Griffith nach einem englischen Volksmärchen. Das spannende Stück mit seinen lustigen Charakteren, dem Jungen Dick, der ohne einen Penny nach London kam und mithilfe seiner Katze zum reichen Mann wurde, konzentrierte sich altersgerecht auf das Vokabular um Farben, Essen, Tiere und Haushaltsgegenstände.

Die Schulleiterinnen Brigitte Tavus von der Engelhardschule sowie Kollegin Delia Heck von der Melanchthonschule  zeigten sich begeistert und danken ihrem jeweiligen Förderverein für die finanzielle Unterstützung von zwei Euro vom Eintrittspreis von fünf Euro pro Kind. Ein Dank galt auch der VHS Werl, Wickede und Ense für die Organisation. Das „White Horse Theater“ gastiert für die Grundschulen alle zwei Jahre im Bürgerhaus.

Fotos und Text:  Andrea Schulte, Soester-Anzeiger

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