MELANCHTHONSCHÜLER GEWINNEN GROßE SPIELEVIELFALT

Die modernen Hirnforschung zeigt: Aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen, wie sie das klassische Spielzeug bietet, sind förderlicher als die passive Erfahrungsvermittlung, wie sie durch das Fernsehen stattfindet. Der ständig wachsende Einfluss von Bildschirmmedien wie Internet, PC-Spielen und Konsolen schon im Grundschulalter geht heute zu Lasten von Bewegung und Kreativität. Wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung bleiben auf der Strecke. Dem möchte die Initiative „Spielen macht Schule” entgegen wirken. Das Thema ist auch ein bedeutendes Anliegen in der Melanchthonschule, die sich deshalb am Aufruf des TransferZentrums für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm beteiligte. Die Bewerbung überzeugte: Als eine von 202 Schulen in ganz Deutschland gewann die Melanchthonschule eine komplette Spielesammlung für jede Klasse, deren Ausstattung von der deutschen Spieleindustrie zur Verfügung gestellt wird. Begeistert wurden die – allesamt pädagogisch geprüften – Spiele von den Melanchthonschülern jetzt bereits in Dienst genommen (Bild oben). „Spielen und Lernen sind keine Gegensätze! Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Kinder lernen beim Spiel”, so Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer vom Zentrum in Ulm. Die von den Kultusministern unterstützte Aktion wurde in diesem Jahr zum 13. Mal durchgeführt. Mittlerweile gibt es rund 2400 speielende Schulen im gesamten Bundesgebiet. Infos im Internet unter http://www.spielen-macht-schule.de
Text: Soester-Anzeiger, 30.11.2019 Foto: Schulte